KLOSTER- UND HEIMATGESCHICHTSVEREIN- KNIEBIS


 
 

Sensenschmieden im Christophstal

Eine erste Nachricht über die Schürfung von Edelmetall im Christophstal, stammt vom 12.November 1267. Damals separierte der Bischof von Konstanz die Kapelle auf  dem Kniebis von der Pfarrei Dornstetten und erhob sie zur selbständigen Pfarrkirche. Zugleich teilte er ihr alle Zehnten in ihrem Sprengel zu, mit der Ausnahme, des Zehnten aus den Silbergruben und von anderen Metallen, die dort gefunden werden sollten.

Herzog Friedrich war es, der die Edelmetall-Gewinnung im Forbachtal um die Verarbeitung von Eisen erweiterte. Die nicht gerade reichhaltigen Nachrichten aus der ersten Hälfte des 17.Jahrhunderts, ergeben auf jeden Fall so viel, dass die Eisenindustrie im Forbachtal ihren Anfang nimmt  mit der Errichtung einer Sensenschmiede im Christophstal. Die Pläne und die Vorbereitung sind nachweisbar seit 1596/97. Die Aufnahme der Produktion muß spätestens mit Beginn des Jahres 1604 angesetzt werden. Wie einerseits die Nennung von Hammer- und Sensenschmieden, andererseits das Generalreskript vom 14.März 1604, beweisen, das Roheisen wurde seinerzeit von Königsbronn bezogen und später, nach Errichtung des Eisenwerkes in Oberkirch 1609, wohl auch von dort.